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Rußwurm-Depesche

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Jahresprogramm 2019

— wird noch ergänzt —

Lese- und Gesprächsreihe „Auf- und Umbruch“ 

100 Jahre Frauenwahlrecht, 100 Jahre Weimarer Verfassung, 70 Jahre Grundgesetz, 30 Jahre Wiedervereinigung – das Jubiläumsjahr 2019 erinnert an viele Marksteine unserer Geschichte und dem Werden unserer Gegenwart. Wie geschehen Veränderungen oder gar Revolutionen? Neues, das vorher undenkbar schien? Die Geschichte lehrt: Vieles ist möglich. Nichts ist stärker, als Träumende, die zur Tat schreiten. Doch welche gesellschaftlichen Utopien haben wir? Was wollen wir als Zeitgenossen anders und besser machen, auch fern des rein Politischen? Darüber wollen wir in diesem Jahr mit Dichtern, Denkern und Politikern sprechen: im Rußwurmschen Herrenhaus, einem baulichen Zeugnis vieler Auf- und Umbrüche. In Breitungen, einem Ort fern der Autobahnen und Metropolen, wo die Antworten vielleicht stets ein wenig anders ausfallen als in den medialen und geografischen Zentren.

Mit der Veranstaltungsreihe wird an die Lesungen und Diskussionen zum Thema „Europa“ im vergangenen Jahr angeschlossen. Zu Gast waren bisher: Nora Bossong, Simon Strauß, Emanuel Maeß, Matthias Weichelt, Erika Tophoven, Martin Mosebach, Hellmut Seemann, Daniela Danz.

 

11. (Donnerstag) bis 14. (Sonntag) April 2019

Frondienstwochende

Restaurierungsarbeiten im ganzen Haus und auf dem Hofgelände

Samstag Ritteressen für alle fleißigen Arbeiter

 

13. April 2019, Samstag, 19 Uhr

Lesung und Gespräch

Durs Grünbein und Matthias Weichelt: „Historische Wasser“ (Eintritt 5 Euro)

„Historische Wasser, aus vielerlei Zeiten legiert, / mit Toten gefüttert, Revolutionen, von Industrie satt.“ Prof. Dr. Durs Grünbein (geboren 1962 in Dresden) ist einer der bedeutendsten Dichter unserer Zeit, er wurde mit allen wichtigen Preisen ausgezeichnet. In seinem Werk setzt er sich immer wieder mit Geschichte und Gegenwart auseinander, er greift in aktuelle Debatten ein und bezieht Stellung zu brisanten Fragen. In Breitungen wird er Gedichte und Prosa lesen und mit Dr. Matthias Weichelt, Chefredakteur der Zeitschrift SINN UND FORM (Berlin), über die Aufgabe von Sprache und Dichtung in unruhigen Zeiten reden. „Manchmal wünschte ich mir, einer / von den kleinen Nationen anzugehören, / einer von denen, wo jedes Wort zählt, / weil Worte alles sind, was sie haben.“

 

13. April 2019, Samstag

INTERN: Führung für den Rhönklub Meiningen

 

14. April 2019, Sonntag, 14 bis 18 Uhr

Hofcafé

14 Uhr: Einstündige Historische Hausführung mit Robert Eberhardt (5 Euro)

15-17 Uhr: Erik von Senftenberg singt am Klavier „lausige Lieder zu Kaffee und Kuchen“ (freier Eintritt)

Das kurzweilige Programm des Berliner Bänkelsängers besteht aus glücklichen und unglücklichen Liebesliedern, doch am besten kommt er mit Gesängen an, bei denen jeder den Refrain mitsingen darf, aus voller Kehle und ruhig auch mit vollem Mund.

17 Uhr: Vortrag und Musik mit Dr. Antje Mannetstätter (Schmalkalden): „Musiker des Mittelalters und ihre Heilmittel“ (freier Eintritt)

 

5. (Donnerstag) bis 8. (Sonntag) September 2019

Frondienstwochende

Restaurierungsarbeiten im ganzen Haus und auf dem Hofgelände

Samstag Ritteressen für alle fleißigen Arbeiter

 

8. September 2019, Sonntag, 11 bis 18 Uhr

Tag des offenen Denkmals

Hofcafé

15 Uhr: Einstündige Historische Hausführung mit Robert Eberhardt (5 Euro)

 

7. Oktober 2019, Montag, 19 Uhr

Lesung und Gespräch

Christoph Hein: „Verwirrnis“ (Eintritt 5 Euro)

In seinem neuen Roman erzählt der große deutsche Chronist Christoph Hein bewegend von einer Liebe, die über Jahre hinweg allen Widrigkeiten trotzt – und zeichnet zugleich ein lebendiges Panorama deutschen Geisteslebens: Wolfgang und Friedeward wachsen im katholischen Eichsfeld der 1950er-Jahre auf. Sie sind jung, genießen die Sommerferien, fahren mit dem Fahrrad die weite Strecke ans Meer, und reden stundenlang über Gott und die Welt. Sie sind glücklich, wenn sie zusammen sind, und das scheint ihnen alles zu sein, was sie brauchen. Doch keiner darf wissen, dass sie mehr sind als beste Freunde. Käme ihre Beziehung ans Licht, könnten sie alles verlieren. Als sie zum Studium nach Leipzig gehen, finden sie dort eine Welt gefeierter Intellektueller, alles flirrt geradezu vor lebendigem Geist. Und sie lernen Jacqueline kennen, die ihnen gesteht, dass sie eine heimliche Beziehung zu einer Dozentin hat. Zu viert besuchen sie die legendären Vorlesungen im Hörsaal vierzig, gehen ins Theater, tauchen gemeinsam ein ins geistige Leben der Stadt. Und da reift in den drei Freunden der Plan: Wäre es nicht die perfekte ›Tarnung‹, wenn einer von ihnen Jacqueline zum Schein heiraten würde?

Christoph Hein, geboren 1944 in Heinzendorf/Schlesien, aufgewachsen in Düben/Sachsen, konnte als Pfarrerssohn in der DDR das Abitur nicht ablegen. Er besuchte deshalb – vor dem Mauerbau – ein Gymnasium in Berlin (West). Er arbeitete dann in verschiedenen Berufen und studierte. Hein hat zahlreiche Romane, Novellen, Erzählungen, Theaterstücke und Essays veröffentlicht und ist mit renommierten Literaturpreisen ausgezeichnet worden.

 

Jahresprogramm 2018

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